
05.07.2009
| Alarmstufe eins für Mariahilfer Straße | |
| BZÖ-Wien fordert "Mariahilfer Straßen-Cops | |
"Die Wiener Mariahilfer Straße, die früher eine attraktive und freundliche Flaniermeile zum Bummeln war, ist in den letzten Jahren zu einem Sammelbecken von sozialen Randerscheinungen geworden!", so Michael Tscharnutter vom BZÖ. "Die Bezirksvorsteher sind mit der Situation total überfordert und sehen tatenlos zu, wie es mit dem Bezirksjuwel bergab geht! Betteln, Diebstähle, betrunkenes Pöbeln, Drogenkonsum, aber auch immer stärker offene Prostitution stehen mittlerweile auf der Tagesordung von Wiens ehemaliger Vorzeige-Einkaufsmeile." Das Wiener BZÖ verlangt deshalb ein sofortiges hartes Durchgreifen und fordert eigene "Mariahilfer-Straßen-Cops" - vergleichbar mit dem U-Bahn-Sicherheitspersonal. Eine ständige Präsenz und blitzschnelles Einschreiten müssen aber auf jeden Fall gewährleistet sein, denn gerade die organisierten Banden sind schon längst weg, bis mal ein uniformierter Polizist zur Stelle ist. "Viele Passanten fühlen sich belästigt. Die Shoppingtour wird oft zu einem stressigen Hindernislauf. Alle paar Meter wird man von zwielichtigen Gestalten oder nervenden Keilern und Zettelverteilern angesprochen. Die Geschäftsleute beklagen sich über Umsatzeinbußen, weil bettelnde oder betrunkene Personen vor ihren Geschäften herumlungern und die Leute regelrecht vertreiben", so BZÖ-Landesobmann Michael Tscharnutter. Anrainer engagieren private SicherheitsdiensteNoch schlimmer trifft es die Anrainer rund um den ehemaligen Vorzeige-Boulevard: Ständig schleichen wildfremde Figuren in den Stiegenhäusern herum. Kein Wunder, dass die Zahl der Einbrüche in den letzten Jahren explodiert ist. Vor allem allein stehende, ältere Frauen trauen sich kaum noch aus der Wohnung. Viele Mieter sind überhaupt schon weggezogen, weil die Situation immer unerträglicher wird. Am Schlimmsten ist es in der Gegend um den Westbahnhof. Der Gestank in manchen Stiegenhäuser ist unerträglich, denn sie werden gern von Obdachlosen als Toilette benutzt. Am Boden liegen nicht selten leere Spritzen von Drogensüchtigen, Blutspritzer kleben an den Wänden, Postkästen werden ständig aufgebrochen und ausländische Prostituierte nisten sich auch gelegentlich ein. Weil in der Nacht regelmäßig fremde Personen im Haus lagern, haben manche Hausbesitzer schon private Sicherheitsdienste engagiert, die im Haus Wache halten, um nicht auch noch die letzten Mieter zu verlieren. "Hier gilt es endlich für Sicherheit zu sorgen und Geschäftsleute und Anrainer nicht mehr weiter im Stich zu lassen. Die Mariahilfer-Straßen-Cops würden eine echte Verbesserung der Sicherheitslage bedeuten", so Tscharnutter abschließend. |
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Boulevardverbot - 10.07.2009 - 16:02:41
Zuerst dachte ich, dass sich jemand mit diesem Bettellobby-Posting einen Scherz erlaubt, aber offensichtlich gibt's diese Bettellobby wirklich. Unglaublich! Wien ist offensichtlich wirklich anders.
Zuerst dachte ich, dass sich jemand mit diesem Bettellobby-Posting einen Scherz erlaubt, aber offensichtlich gibt's diese Bettellobby wirklich. Unglaublich! Wien ist offensichtlich wirklich anders.
Roman - 10.07.2009 - 08:26:36
ad Bettellobby
Sollen wohl die Geschäftsleute auf der Mariahilfer Straße wegen dieses Gesindels zusperren? Geht ja jetzt schon niemand hin, wegen der ständigen Bettelei.
So lange diese Bettler Geld genug haben, um nach Österreich zu reisen, sind sie nie nicht arm. Mit den Fahrkosten (mindestens 45 Euro) können sie in Rumänien vier Wochen leben.
Ich habe nichts gegen betteln (falls es notwendig ist) - weshalb sollen wir aber alle Rumänen hier durchfüttern? Können ja gleich alle 10 Millionen hier antanzen - denn schließlich hat ja jeder Durchschnittsrumäne weniger Einkommen als jeder Durchschnittsösterreicher!
Ihr spinnt ja wirklich mit Euren Forderungen und schwachsinnigen Ideen! Wenn Euch die rumänischen Bettler "so leid" tun, dann schickt 3/4 eures Akademikergehalts nach Rumänien!
ad Bettellobby
Sollen wohl die Geschäftsleute auf der Mariahilfer Straße wegen dieses Gesindels zusperren? Geht ja jetzt schon niemand hin, wegen der ständigen Bettelei.
So lange diese Bettler Geld genug haben, um nach Österreich zu reisen, sind sie nie nicht arm. Mit den Fahrkosten (mindestens 45 Euro) können sie in Rumänien vier Wochen leben.
Ich habe nichts gegen betteln (falls es notwendig ist) - weshalb sollen wir aber alle Rumänen hier durchfüttern? Können ja gleich alle 10 Millionen hier antanzen - denn schließlich hat ja jeder Durchschnittsrumäne weniger Einkommen als jeder Durchschnittsösterreicher!
Ihr spinnt ja wirklich mit Euren Forderungen und schwachsinnigen Ideen! Wenn Euch die rumänischen Bettler "so leid" tun, dann schickt 3/4 eures Akademikergehalts nach Rumänien!
BettelLobbyWien - 09.07.2009 - 23:26:33
Sehr geehrter Herr BZÖ-Landesobmann Tscharnutter!
Wir - die BettelLobbyWien - haben mit großer Sorge und Verwunderung Ihre Forderung nach „Mariahilfer-Straßen-Cops“ in der Gratiszeitung „Heute“ vom 5.7.2009 gelesen.
Irritiert sind wir nicht nur über Ihre Diktion, die Menschen am Rande unserer Gesellschaft kriminalisiert, verleumdet und diskriminiert, sondern auch über die Vermischung bzgl. Gleichsetzung von Menschen, mit völlig unterschiedlichen Lebensproblematiken.
Als BettelLobbyWien möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, das BettlerInnen, die großteils aus Osteuropa zu uns – in eins der reichsten Länder der Welt – kommen, dies aufgrund ihrer völlig aussichtslosen wirtschaftlichen Lage tun und sich ihr Schicksal weder ausgesucht noch gewünscht haben. Diese Menschen, die von enormer Armut betroffen sind, im gleichen Atemzug mit „Zettelverteilern“ etc. zu erwähnen, finden wir extrem menschenverachtend und zynisch.
Was tun den diese Menschen? Jean Paul formulierte, dass „der Held wohl seine Narben zeigt, aber nur der Bettler seine Wunden!“. Diese Menschen machen Eigenwerbung für sich und machen auf ein gesellschaftliches Phänomen aufmerksam. Sie lassen uns teilhaben an einem Leben, das nicht immer sehr gradlinig verlaufen ist und versuchen mit dem erbettelnden – und damit schwer verdienten – Geld sich und ihrer Familie das Überleben, den Erhalt der Wohnung im Heimatland und den Schulbesuch ihrer Kinder zu ermöglichen – unter dem Motto: Ich will nicht betteln, aber dürfen muss ich!
Wir fordern daher Sie und Ihre Partei auf, bettelnde Menschen aber auch andere gesellschaftliche Randgruppen als sozial- und nicht als sicherheitspolitische Herausforderung anzusehen!
Gerne sind wir auch zu einem Austausch mit Ihnen und Ihren ParteikollegInnen bereit, um die weit verbreiteten Vorurteile zu entkräften und Ihnen die Sicht von Seite der Betroffenen, zu denen wir auch persönliche Kontakte haben, zu unterbreiten. Es wäre auch möglich eine eigene Filmvorführung des Dokumentarfilms „Natasha“ von Ulli Gladik (www.natasha-der-film.at) zu organisieren.
Wir sehen einer Vernetzung im Sinne der betroffenen Menschen hoffnungsvoll entgegen!
Mag.a Elisabeth Fröhlich
für die BettelLobbyWien
---------------------------------------------------------------------
bettellobbywien@live.at
http://bettellobbywien.wordpress.com/
Sehr geehrter Herr BZÖ-Landesobmann Tscharnutter!
Wir - die BettelLobbyWien - haben mit großer Sorge und Verwunderung Ihre Forderung nach „Mariahilfer-Straßen-Cops“ in der Gratiszeitung „Heute“ vom 5.7.2009 gelesen.
Irritiert sind wir nicht nur über Ihre Diktion, die Menschen am Rande unserer Gesellschaft kriminalisiert, verleumdet und diskriminiert, sondern auch über die Vermischung bzgl. Gleichsetzung von Menschen, mit völlig unterschiedlichen Lebensproblematiken.
Als BettelLobbyWien möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, das BettlerInnen, die großteils aus Osteuropa zu uns – in eins der reichsten Länder der Welt – kommen, dies aufgrund ihrer völlig aussichtslosen wirtschaftlichen Lage tun und sich ihr Schicksal weder ausgesucht noch gewünscht haben. Diese Menschen, die von enormer Armut betroffen sind, im gleichen Atemzug mit „Zettelverteilern“ etc. zu erwähnen, finden wir extrem menschenverachtend und zynisch.
Was tun den diese Menschen? Jean Paul formulierte, dass „der Held wohl seine Narben zeigt, aber nur der Bettler seine Wunden!“. Diese Menschen machen Eigenwerbung für sich und machen auf ein gesellschaftliches Phänomen aufmerksam. Sie lassen uns teilhaben an einem Leben, das nicht immer sehr gradlinig verlaufen ist und versuchen mit dem erbettelnden – und damit schwer verdienten – Geld sich und ihrer Familie das Überleben, den Erhalt der Wohnung im Heimatland und den Schulbesuch ihrer Kinder zu ermöglichen – unter dem Motto: Ich will nicht betteln, aber dürfen muss ich!
Wir fordern daher Sie und Ihre Partei auf, bettelnde Menschen aber auch andere gesellschaftliche Randgruppen als sozial- und nicht als sicherheitspolitische Herausforderung anzusehen!
Gerne sind wir auch zu einem Austausch mit Ihnen und Ihren ParteikollegInnen bereit, um die weit verbreiteten Vorurteile zu entkräften und Ihnen die Sicht von Seite der Betroffenen, zu denen wir auch persönliche Kontakte haben, zu unterbreiten. Es wäre auch möglich eine eigene Filmvorführung des Dokumentarfilms „Natasha“ von Ulli Gladik (www.natasha-der-film.at) zu organisieren.
Wir sehen einer Vernetzung im Sinne der betroffenen Menschen hoffnungsvoll entgegen!
Mag.a Elisabeth Fröhlich
für die BettelLobbyWien
---------------------------------------------------------------------
bettellobbywien@live.at
http://bettellobbywien.wordpress.com/
Boulevardverbot - 05.07.2009 - 19:37:18
Da hat das BZÖ gar nicht mal so unrecht, wobei mir momentan nicht klar ist warum nicht Polizisten ab und zu "eine Runde" gehen können, anstatt dass man irgend ein Sicherheitspersonal einstellt (das dann wahrscheinlich ohenhin nichts darf und im Fall der Fälle erst wieder die Polizei rufen muss - wie bei den Blaukapplern, die für die Parkraumüberwachung zuständig sind).
Meiner Meinung nach sind die Schnorrer (die sich aber offensichtlich 3 Hunde als ständige Begleiter leisten können) am lästigsten, gefolgt von den "Keilern".
Aber aus den im Beitrag genannten Gründen meide ich ohenhin die Maria H. so gut wie es geht. Da fahr ich lieber in die SCS. Auf die Maria H. gehe ich nur dann, wenn ich etwas vom Thalia brauche. Und selbst dann - in den 100m von der U-Bahn-Station bis zum Geschäft - wird man mindestens ein Mal angesprochen!
Da hat das BZÖ gar nicht mal so unrecht, wobei mir momentan nicht klar ist warum nicht Polizisten ab und zu "eine Runde" gehen können, anstatt dass man irgend ein Sicherheitspersonal einstellt (das dann wahrscheinlich ohenhin nichts darf und im Fall der Fälle erst wieder die Polizei rufen muss - wie bei den Blaukapplern, die für die Parkraumüberwachung zuständig sind).
Meiner Meinung nach sind die Schnorrer (die sich aber offensichtlich 3 Hunde als ständige Begleiter leisten können) am lästigsten, gefolgt von den "Keilern".
Aber aus den im Beitrag genannten Gründen meide ich ohenhin die Maria H. so gut wie es geht. Da fahr ich lieber in die SCS. Auf die Maria H. gehe ich nur dann, wenn ich etwas vom Thalia brauche. Und selbst dann - in den 100m von der U-Bahn-Station bis zum Geschäft - wird man mindestens ein Mal angesprochen!

"Die Wiener Mariahilfer Straße, die früher eine attraktive und freundliche Flaniermeile zum Bummeln war, ist in den letzten Jahren zu einem Sammelbecken von sozialen Randerscheinungen geworden!", so Michael Tscharnutter vom BZÖ. "Die Bezirksvorsteher sind mit der Situation total überfordert und sehen tatenlos zu, wie es mit dem Bezirksjuwel bergab geht! Betteln, Diebstähle, betrunkenes Pöbeln, Drogenkonsum, aber auch immer stärker offene Prostitution stehen mittlerweile auf der Tagesordung von Wiens ehemaliger Vorzeige-Einkaufsmeile."
Anrainer engagieren private Sicherheitsdienste