
05.05.2010
| Morgen startet das Popfest Wien | |
| 38 Konzerte einer neuen heimischen Pop-Generation beleben den Kunstplatz Karlsplatz, von 6. - 9. Mai | |
| „In Wien sollen Kunst und Kultur für alle zugänglich sein. Und was könnte zugänglicher sein als ein Fest der neuen Wiener Popmusik unter freiem Himmel im Herzen der Stadt?“ freut sich Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny auf das bevorstehende erste Popfest Wien. „Beim Popfest geht es nicht um vordergründige Superlative mit Blockbuster-Mentalität, sondern um das Kennenlernen einer neuen und schöpferischen Generation von Musikern und Musikerinnen. Dazu gehören eben nicht nur hochkarätig besetzte Konzerte, wie sie das Popfest selbstverständlich bietet, sondern auch die Möglichkeit zum Entdecken von Neuem in kleinerem Rahmen, wie etwa spezielle, ausgewählte Label-Präsentationen“, so Mailath weiter. „Ich bin froh, dieses Fest der neuen Wiener Popmusik als Stadt Wien unterstützen zu können und bin bereits sehr gespannt“, wünschte Mailath dem Popfest abschließend gutes Gelingen. Der Kunstplatz und das Popfest „Das Erneuerungspotential einer jungen heimischen Popgeneration mit der positiven Entwicklung des Kunstplatz Karlsplatz synergetisch kurzzuschließen, das war unser erklärtes Ziel - und es ist gelungen. Der Wiener Karlsplatz als ambivalenter, mythisch aufgeladener und noch gestaltbarer innerstädtischer Ort ist für die neuen heimischen Musik-Communities etwas sehr Besonderes. Und er ist ideal für eine solche musikalische Entdeckungsreise wie es das Popfest jetzt geworden ist“, schwärmt Initiator Christoph Möderndorfer. Es gibt ein Leben nach Austropop In kompetenter und liebevoller Programmarbeit hat der in England lebende Popexperte Robert Rotifer mit den Wiener Organisatoren nun ein umfassendes und vielseitiges Programm mit 38 Konzerten der unterschiedlichsten Stile und Energien auf die Beine gestellt. „Ich bin sehr glücklich. Das von manchen wegen meiner persönlichen musikalischen Sozialisation erwartete Gitarrenband-, Indie- oder Singer/Songwriter-Festival ist es ebenso wenig geworden wie eine Einkaufsliste aller großen Namen. In seinem Ablauf ist das Programm, wie schon mit einem Blick auf den Eröffnungsabend offensichtlich wird, eine Mischung aus mutwilligem Stilbruch und spannenden Übergängen von einer Welt in die andere.“ Der Schwerpunkt liegt konsequent auf dem immensen Potential, welches es heute in Wien zu entdecken gilt. Herzstück des Popfest sind die zehn Open-Air Konzerte auf der „Seebühne“ vor der Karlskirche: Wiens herausragende Singer-Songwriterin und Pionierin einer neuen heimischen Popmusik, Clara Luzia, wird am Donnerstag (6. 5.) das Festival eröffnen. Ihr folgen die Elektropop-Shooting Stars von Bunny Lake. Tag 2 (Freitag, 7.5.) bringt die düstere Liedkunst von A Life, A Song, A Cigarette, danach die listigen Schlagerdandys von Tanz Baby! in großer Besetzung, und schließlich Österreichs Aushängeschild in Sachen neuer Elektronik, den 24-jährigen Keyboard-Zauberer Dorian Concept. Tag 3 auf der Seebühne (Samstag, 8.5.) startet mit dem 21-jährigen Hoffnungsträger für eine Ehrenrettung des qualitätvollen Austropop, Der Nino aus Wien. Ihm folgt der Heimatlied-Erneuerer Karl Schwamberger alias Laokoongruppe und abschließend im weißen Anzug: Wiens melodiöser Pop-Skandinavist Florian Horwath. Tag 4 (Sonntag, 9.5.) steht ganz im Zeichen des deutschsprachigem Pop. Zunächst präsentieren die Burgenländer Garish nochmals ihr aktuelles, sehr gereiftes Album, und am Ende bleibt Raum für das Ur-Wienerische: Die Ernst Molden Band feiert mit dem Popfest und dem Ehrengast und Unterstützer Willi Resetarits den Abschluss des Festivals. Die weiteren Schauplätze des Popfest sind das Wien Museum, die Technische Universität und der Kunsthalle project space. Das Programm im einzelnen: Donnerstag, 6. Mai Wien Museum, ab 22h: Eröffnungsnacht mit Paper Bird, Sir Tralala, Live-Popmuseum mit Direktor Wolfgang Kos & Popfest-Kurator Robert Rotifer, PauT Freitag, 7. Mai Kunsthalle project space, 12h: Popfest-Sessions – Diskussionen&Workshops&Live Artists Technische Universität, ab 23h: Ginga, Affine Records-Showcase mit The Clonious, JSBL, Spezialgast I-Wolf und Ogris Debris Samstag, 8. Mai Kunsthalle project space, 12h: Popfest-Sessions – Diskussionen&Workshops&Live Artists Technische Universität, ab 23h: Velojet, Aber das Leben Lebt, Problembär Records-Showcase mit Astro Panda, mob, Neuschnee, Parkwächter Harlekin und Literatur-Pausen von Lukas Meschik Sonntag, 9. Mai Seebühne, 13h: Brunch mit dem Kurator: Robert Rotifer spielt „außer Konkurrenz“ ein Konzert mit Freunden, darunter auch das vielversprechende neue Songwriting-Talent Mel. Technische Universität - Hof 1, ab 16h: Siluh Records-Showcase mit Mimu at Nite, Killed by 9V Batteries und Francis International Airport Wien Museum ab 22h: Das Trojanische Pferd, Songs of Claire Madison, Seayou/Fettkakao Records-Showcase mit Vortex Rex und A Thousand Fuegos „Die Vorgabe, die Zahl der Bands, die auf der Seebühne vor der Karlskirche spielen, auf zehn zu beschränken, birgt immer die Gefahr der Wahrnehmung von Haupt- und Nebenbands in sich. Das Popfest hat für mich aber keine Hauptbands und keine Supports“ betonte Kurator Robert Rotifer. Vier Tage und Nächte lang präsentiert das Popfest also neue, durch ihre spezielle Qualität bestechende Musikprojekte – nicht als Zeichen einer gönnerhafte Förderung oder als vermeintlich repräsentative Auswahl für ein ohnehin nicht einfach zu fassendes Phänomen, sondern als Fest der Wiener Popmusik, bei dem die Vielfalt der Stadt unmittelbar erlebbar ist. | |
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