
17.05.2010
| Kleingärtner soll für Beamtenfehler bezahlen | |
| "Unglaublich, was unschuldigen Menschen in Wien so alles passiert, wenn der rote Amtsschimmel wiehert", sagt der Leopoldstädter FPÖ-Obmann KO Wolfgang Seidl. Einem Kleingärtner im 2. Bezirk (Wasserwiese) wird bei einer Ortsaugenscheinverhandlung der illegale Zubau seines Nachbarn untergejubelt. Sowohl für diesen falschen Bescheid über den "Phantomzubau" als auch für den gnädiger Weise nachfolgenden Richtigstellungsbescheid soll der Kleingärtner nun je 13,20 an Gebühr entrichten! "Vurschrift is Vurschrift, dürfte bei der Baupolizei von SPÖ-Wohnbaustadtrat Ludwig im Jahr 2010 noch immer oberste Prämisse sein, der sich das rote Stimmvieh zu fügen habe. Zudem muss man sich auch fragen, ob die bei der Verhandlung anwesenden Bezirksräte von SPÖ und ÖVP, die das Schildbürger-Protokoll ebenfalls unterschrieben haben, nicht eine länger dauernde bifraktionelle Vorbesprechung im Schutzhaus abgeführt hatten". In diesem Fall sind jedoch nicht die Fehler von Beamten der MA-37 sowie SPÖ- und ÖVP-Mandataren - so etwas kann natürlich vorkommen - der Skandal, sondern die Unverfrorenheit von Ludwigs Mannen, einem unschuldig zum Handkuss gekommenen Kleingärtner dafür 26,20 Euro abknöpfen zu wollen. "Für SPÖ-Stadtrat Ludwig mit seinem fürstlichen Salär von rund 14.000 Euro wird so ein Betrag aus der Portokasse zu begleichen sein, für einen unter der SPÖ-Gebührenlawine schon halb begrabenen Menschen ist es das aber nicht", meint Seidl. | |
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