07.02.2012
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Trauriges Jubiläum: Zwei Jahre Sozialmarkt Wien
Über 20.000 Mitglieder kauften bereits über 1.400 Tonnen Waren in den beiden Sozialmärkten
Über 1.400 Tonnen Waren, die um ein Drittel des üblichen Diskontpreises angeboten werden und meist aus Überproduktionen stammen, oder durch Verpackungsschäden nicht mehr in herkömmlichen Lebensmittelläden vertrieben werden, wurden in den vergangenen zwei Jahren in den beiden Märkten des Sozialmarkt Wien verkauft und teilweise auch verschenkt. "Diese Zahlen sind gleichermaßen beachtlich und bedauerlich. Sie zeigen erneut, dass es in Wien zu viele sozial benachteiligte Menschen mit einem Monatseinkommen von unter 900 Euro gibt", so Sozialmarktgründer Alexander Schiel anlässlich des traurigen Jubiläums.

Der Run auf den Sozialmarkt ist hoch wie nie, was die Zahl von 20.000 Mitgliedern verdeutlicht. "Waren es am Anfang nur 30 Produkte in unserem Sortiment, so sind wir mittlerweile bei 100 verschiedenen", so Schiel, der mit seinem ehrenamtlich arbeitendem Team gänzlich ohne Förderungen von Bund und Land auskommen muss. 

Produkte wie Milch (160.000 Liter), Brot (116 Tonnen), Süßwaren (90 Tonnen) und Hygieneartikel (85 Tonnen) sind besonders beliebt. Unter anderem unterstützen Ankerbrot, Casali, Coca Cola, Manner, NÖM, Maresi, Beiersdorf, Lorenz, Teekanne, Kraft Food, Nivea, Darbo, Recheis, Unilever, Nestlé, Knorr, Inzersdorfer, Kotanyi, Jomo, L'Oreal, Wiesbauer, Felix Austria und viele andere mehr den Sozialmarkt Wien mit solchen Produkten. Zum Geburtstag verschenkt der Sozialmarkt Wien übrigens gratis Babynahrung von Nestlé an seine Kunden.

Zusätzliche Beratung geplant

In den Sozialmarktfilialen Favoriten und Hernals soll es hinkünftig auch Informationsecken geben, in denen Schiel seinen Kunden aufzeigen möchte, in welchen anderen Bereichen sie noch Geld sparen können. Unter anderem will er über die billigsten Strom- oder Telefontarife Auskunft geben und bei der Ummeldung helfen. "Mein Zukunftswunsch ist, dass wir in Österreich keine Sozialmärkte mehr brauchen, aber das halte ich für reine Utopie", so Schiel abschließend.
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