
01.06.2010
| Mit dem Vierbeiner auf Reisen | |
| Ein Urlaub mit Hund erfordert ausgiebige Planung | |
| Viele Hundebesitzer wollen sich auch im Urlaub nicht von ihrem Liebling trennen. "Grundsätzlich steht einer Urlaubsreise mit Hund nichts im Weg", sagt ÖAMTC-Touristikerin Cornelia Schwarz. "Allerdings muss man bereits vor Antritt der Reise die entsprechenden Vorbereitungen treffen. Neben Einreisebestimmungen, EU-Heimtierausweis und der Art der Anreise gibt es einiges zu bedenken." Die Einreisebestimmungen für Haustiere sind von Land zu Land verschieden. Auf Reisen innerhalb der EU reicht meist der EU-Heimtierausweis, der für jedes Haustier auf Reisen verpflichtend ist. Der belegt, dass das Tier gegen Tollwut geimpft wurde und mit einem Chip gekennzeichnet ist. Zusätzlich zum Chip empfiehlt es sich, das Tier in der kostenpflichtigen Tierkennzeichnungsdatenbank animaldata.com zu registrieren. "Auf diese Weise kann ein entlaufenes Tier leichter wiedergefunden werden", erläutert die ÖAMTC-Expertin. Auch die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN spricht sich für eine europaweite Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht von Hunden aus. "Hintergrund ist der steigende illegale Handel mit Hundewelpen, der seit dem Wegfall der Grenzen innerhalb Europas stark zugenommen hat", erörtert Schwarz. Sonderbestimmungen bei der Einreise Wenn man mit seinem Vierbeiner nach Irland, Großbritannien, Schweden, Norwegen, Finnland oder Malta reisen will, sollte man sich vorab gründlich informieren. Diese Länder können neben dem EU-Heimtierausweis noch zusätzliche Auflagen wie Bluttests, Wartezeiten und Zecken- oder Bandwurmbehandlungen fordern. "Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte auch darauf achten, welche Länder er durchreist", rät die ÖAMTC-Touristikerin. Fährt man zum Beispiel über Serbien nach Griechenland, muss für die Wiedereinreise in die EU ein Tollwutantikörpertest gemacht werden. Die Wahl des geeigneten Verkehrsmittels Das Auto ist für den Hund das angenehmste Verkehrsmittel, da Pausen zeitlich individuell eingelegt werden können, in denen man dem Hund ausreichend Auslauf und Wasser anbieten sollte. Besonders achten muss man bei Autoreisen auf die Sicherung des Hundes. Zur Auswahl stehen Hundereiseboxen, in denen der Hund bei entsprechender Platzierung und Sicherung am besten geschützt ist. Oder ein Sicherheitsgurt, der am Rücksitz montiert und am Brustgeschirr befestigt wird. Da Hunde nicht schwitzen, muss man sie bei Autoreisen vor der Sonne schützen. Sie sollten niemals allein im Auto zurückgelassen werden, da auch kurze, unbeaufsichtigte Stopps riskant werden können. Bahnreisen bieten sich als Alternative an, wenn der Hund das Verkehrsmittel gewöhnt ist. "Am besten vorab kurze Zugfahrten unternehmen, damit er die Gerüche und Geräusche im Zug kennenlernen kann", rät ÖAMTC-Touristikerin Schwarz. Unbedingt sollte man an eine Wasserschüssel und ausreichend Wasservorrat denken. Wie der Hund im Zug transportiert werden muss und ob er eine Fahrkarte benötigt, muss man bei der jeweiligen Bahngesellschaft erfragen. Flüge bedeuten für Hunde allgemein großen Stress, dessen müssen sich die Besitzer bewusst sein. Des Weiteren gelten besondere Transportvorschriften: Abhängig vom Gewicht dürfen sie in den Passagierraum oder müssen in den beheizten Frachtraum. Genaue Informationen sind bei der jeweiligen Fluggesellschaft erhältlich. Auf Fähren muss die Leinen- und Maulkorbpflicht beachtet und ein Impfpass mitgeführt werden. Oftmals gibt es eigene Hundezwinger. "Auf Kreuzfahrtschiffen sind die Vierbeiner in den meisten Fällen weniger gern gesehen", weiß die ÖAMTC-Expertin. Weitere Tipps für Reisen mit dem Vierbeiner * Gewohnte Utensilien wie Wasser- und Fressnapf oder das eigene Körbchen gehören mit ins Gepäck. Da eine Nahrungsumstellung bei Hunden problematisch ist, sollte auch immer das gewohnte Futter mit auf Reisen sein. * Eine eigene Reiseapotheke ist auch für den Hund sinnvoll. Beruhigungsmittel für anstrengende Reisen, Heilsalbe für rissige Pfoten und Zeckenzange gehören zur Standardausstattung. * Am Urlaubsziel angekommen, soll der Hund langsam an die neue Umgebung gewöhnt werden. Das geht z. B. bei ausgedehnten Spaziergängen. Man sollte seinen Hund niemals gleich allein lassen. * Auch Hunde können einen Sonnenbrand bekommen - um dem vorzubeugen, sollte man den Hund auf dem empfindlichen Nasenspiegel mit Sonnencreme einschmieren. Das Fell dient dem Hund als Schutz gegen Hitze, deshalb den Hund niemals vor einer Reise in den Süden scheren. Am Strand für einen schattigen Platz sorgen und ausreichend Trinkwasser dabei haben. Details zu den Einreisebestimmungen, Tipps für die Reise mit Tieren und den Informationsfolder der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN gibt es unter www.oeamtc.at/reise . | |
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