| Endlich hatten die Wiener Philharmoniker Glück bei ihrem Schönbrunn-Konzert. Allerdings: Nur mit dem Wetter. Die Darbietung des Orchesters: erwartungsgemäß phantastisch! Die Beschallung hingegen, vor allem im hinteren Platzbereich: eine veritable Katastrophe. Übertroffen - und zwar im negativen Sinn - wurde sie nur durch das Benehmen zahlreicher Besucher, die offenbar glaubten, in einem Schanigarten am Donaukanal zu sein. So wissen wir jetzt ganz genau, wer wen im Spital besuchte, warum sie mit dem Freund Schluss gemacht hat, dass er seine neue Freundin geil findet, dass bei der letzten Party alle stockbesoffen waren, dass sie jetzt doch nicht schwanger ist ... Dazu wurden die mitgebrachten Bierdosen, nicht einmal im Takt, zerknittert. Weshalb solche "Kunstbegeisterte" ein Konzert der Philharmoniker besuchen, bleibt, uns jedenfalls, schleierhaft. Auch die lieben Autofahrer-Kollegen trugen dazu bei, aus dem Kunstereignis ein "Ereignis zum Vergessen" zu machen. Parken in 2. Spur oder "um´s Eck" zählt offenbar bereits zum guten Ton in Wien. Dass die Polizei nichts dagegen unternahm, ist eine andere Sache. Unser Tipp für das Sommernachtskonzert 2011: Daheim ungestört im Fernsehen anschauen - damit aus einem Traumkonzert nicht urplötzlich für Sie ein Albtraum wird. (Bildbericht von Bernhard Sengseis) |