10.02.2012
9. Alsergrund

14.06.2010
VP: "Wasserrohre in Wien platzen munter weiter!"
 
Eine sofortige Sanierung des Wiener Wasserrohrnetzes forderte heute, Montag, der Bezirksparteiobmann der ÖVP Alsergrund, LAbg. Wolfgang Ulm, angesichts des bereits fünften Wasserrohrgebrechens im 9. Bezirk (wir berichteten) innerhalb nur eines Jahres. "Mit den Ausreden muss jetzt endlich Schluss sein. Es geht nicht an, dass die Wienerinnen und Wiener, insbesondere die Bewohner des 9. Bezirkes, unter der Untätigkeit der Wiener SPÖ zu leiden haben. Das Wiener Wasserrohrnetz ist ein einziger Sanierungsfall. Bis spätestens 2015 sollten alle Wasserrohre einer Überprüfung unterzogen werden. Bewirken solche Pannen doch stundenlange, manchmal sogar Tage dauernde Verkehrsbehinderungen und den Ausfall der Wasserversorgung für ganze Bezirksteile. Auch Keller werden oft überflutet und verwüstet", so Ulm.

"Wir fordern bereits seit geraumer Zeit einen Sanierungsfonds, mit dem neuralgische Punkte des Wasserrohrnetzes in Wien saniert werden könnten. Nachdem offensichtlich im Alsergrund immer wieder schwere Pannen auftreten, sollte beispielsweise hierfür schon Geld bereit stehen", ergänzte LAbg. Roman Stiftner, Umweltsprecher der ÖVP Wien. 

Man habe wiederholte Male auf die Leckageanfälligkeit des Wasserrohrsystems aufmerksam gemacht und vorbeugende Sanierungen verlangt. Obwohl die Stadt Wien selber zugibt, dass es täglich zu einem Wasserrohrbruch kommt, hat man seitens der politisch Verantwortlichen dieser Stadt diese Forderung abgeschmettert. Es sei daher nur eine Frage der Zeit, bis wieder ein großer Wasserrohrstrang der Wiener Wasserwerke platzt und ganze Straßenzüge durch Verkehrsstaus in Mitleidenschaft gezogen würden, schloss Stiftner.
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Redaktion wien-heute - 15.06.2010 - 22:18:37
Bitte Netiquette einhalten!!
F.M., Donaustadt - 15.06.2010 - 13:23:23
Schlimm, was sich Valentin alles auf seine Fahne schreibt. Unser Oberfluglobbyist ist scheinbar auch der (selbsternannte) Meister der Wasserrohre. Wenn er in dem Bereich auch so unverschämt lügt (oder sich absichtlich/unabsichtlich dumm stellt?), dann wird Wien wohl bald bei dröhnendem Fluglärm im Wasser versinken...
LAbg. Veronika Matiasek, FPÖ - 14.06.2010 - 21:59:57
Das Wasserrohrnetz in Wien ist mittlerweile so derartig veraltet, dass es sich nunmehr um einen einzigen Sanierungsfall handelt. Die Grauguss- und Eternitrohre aus damaliger Zeit gehören daher im Expressverfahren ausgetauscht!

Die heutzutage üblichen Kunststoffleitungen müssen endlich eingesetzt werden. Immerhin weiß man seit Jahren, dass die Graugussrohre, eine hohe Erschütterungsempflindlichkeit haben und hätte diese daher schon längst nach und nach austauschen können. Hier hat die Stadt Wien am falschen Fleck gespart - nun muss man das folgenschwere Resultat zur Kenntnis nehmen. Überflutungen ganzer Straßenzüge sowie ein totales Verkehrschaos aber auch die Lahmlegung der Trinkwasserversorgung in manchen Gebieten wären verhinderbar gewesen, hätte man zeitgerecht gehandelt!

Nicht nur, dass ein enormer Sachschaden dabei entstanden ist, wurden bereits mehrere Millionen Liter Trinkwasser in den Kanal gespült. Um zukünftig also die hohe Trinkwasserqualität in der Stadt zu erhalten aber auch weitere Schäden durch Überschwemmungen im Vorfeld zu verhindern, muss die Stadt Wien nun sofort Finanzmittel in die Hand nehmen und den notwendigen Austausch der Rohre in Angriff nehmen. Die Garantie auf sauberes Trinkwasser sowie ein funktionierendes Wasserversorgungsnetz muss in jedem Fall gegeben sein. Die Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt haben ein Recht darauf!

LAbg. Veronika Matiasek,
Umweltsprecherin der FPÖ-Wien
realist - 14.06.2010 - 19:48:20

dieser spö-entgegnungsscheiß musste ja jetzt kommen. in wien ist doch eh alles in ordnung, und die "internationalen studien", die man selbst vorher in auftrag gegeben hat, belegen doch ohnehin, wie schön es in wien ist. es ist wirklich hoch an der zeit, diese wilde horde am 10. oktober ins politische nirvana zu schicken. was die für einen schwachsinn verzapfen, ist echt peinlich!
Erich Valentin, SPÖ - 14.06.2010 - 16:14:37

Die Erneuerung der Wasserrohre ist ein laufender Prozess, der auf die Sicherheit der Wasserversorgung ausgerichtet ist. Jährlich werden rund 30 Kilometer Rohre ausgetauscht. Besonderes Augenmerk wird dabei auf Grauguss-Rohre gelegt. Dem raschen Einsatz der Wiener Wasserwerke ist es zu verdanken, dass der gestrige Schaden im 9. Bezirk in kürzester Zeit behoben, und die Wasserversorgung sofort wieder hergestellt werden konnte.

Das gesamte, 3.281 km lange Wasserrohrnetz wird ständig kontrolliert und im Bedarfsfall natürlich auch saniert. Allein im vergangenen Jahr sind rund 30 Millionen Euro in das Rohrnetz investiert worden. Vorrangig werden natürlich die ältesten und schadensanfälligsten Rohre ausgetauscht. Der Austausch erfolgt in enger Abstimmung mit anderen Baumaßnahmen, wie etwa im Straßen- oder Kanalbau. Sollte es trotz ständiger Kontrolle doch einmal zu einem Schaden kommen, wird umgehend reagiert. Die Anzahl der Wasserrohrbrüche in Wien liegt übrigens unter dem mitteleuropäischen Durchschnitt. Nur in vereinzelten Fällen kommt es dabei zu Verkehrsbeeinträchtigungen.

Das Durchschnittsalter des Wiener Rohrnetzes beträgt rund 45 Jahre. Es liegt in der Natur der Sache, dass bei einem 3.281 Kilometer langen, historisch gewachsenen Netz auch ältere Teile vorhanden sind. Doch nicht auf das Alter, auf die Pflege kommt es an! Durch die intensive Erneuerung des Netzes ist es gelungen, die Verluste im Rohrnetz von rund 24 Prozent in den 1970er Jahren auf unter zehn Prozent echte Verluste zu senken. Auch das ist im internationalen Vergleich ein hervorragender Wert!

Gemeinderat Erich Valentin, SPÖ
Vorsitzende des Umweltausschusses