10.02.2012
16. Ottakring

14.06.2010
Yppenplatz nach Umbau eröffnet
 
yppenplatz_eröffnung_sima_prokopDie Umbauarbeiten am 4.500 m2 großen Yppenplatz in Ottakring sind abgeschlossen, der Platz im neuen Outfit wurde heute, Montag, von Umweltstadträtin Ulli Sima und Bezirksvorsteher Franz Prokop, beide SPÖ, feierlich eröffnet.

"Der stark genützte Platz im Herzen Ottakrings hat mit der Umgestaltung mehr Grünanteil bekommen, die Spielgeräte mit Birnenrutsche und Fruchtspieß nehmen auf den Markt Bezug und wir bieten nun für die unterschiedlichsten Nutzergruppen einen attraktiven, urbanen und modernen Platz", so Umweltstadträtin Ulli Sima bei der heutigen Eröffnung. "Nach der großangelegten Umgestaltung des gesamten Brunnenmarktes, die ebenfalls in Kürze abgeschlossen ist, ist der neue Erholungs- und Freiraum rund um den Markt ein weiterer Beitrag zur Lebensqualität in unserm Bezirk", freut sich Bezirksvorsteher Franz Prokop. Das neue Konzept wurde mit den Nützern des Platzes, den Jugendlichen und Kindern, diskutiert und erarbeitet. Gemeinsam mit den Kinderfreunden wurden kürzlich mit Kindern Pflanzentröge bepflanzt, um sie von Anfang an in die Neugestaltung einzubinden.

Über 20 neue Bäume, Pergolen und viel neues Grün

Grundsätzlich wurde der Platz durch Baumpflanzungen am Rande des Platzes und zwei errichteten Pergolen, die mit Glyzinien (Wisterien - Blauregen) und Wildem Wein (Parthenocissus) bepflanzt sind, grüner ausgestaltet. Durch die neue Begrünung wird die Mitte des Platzes künftig beschattet. Es wurden über 20 neue Bäume gepflanzt. Hochbeete mit blühender Bepflanzung erfreuen Besucher und Besucherinnen. Die zwetschkenförmigen Beete sind mit ihren Holzauflagen zugleich auch Sitzgelegenheit und somit Platz zum Verweilen.

Die Asphalt-Bodenflächen wurden umgestaltet, mit modernen und robusten EPDM- (Gummigranulat-) Belag in Wellenform ergänzt, das ebenfalls bunt ausgeführt ist und somit dem Platz zusätzlich mehr Farbe verleihet.

Bunte Sitzmöbel - neue Kommunikationsräume für Alt und Jung

Der Ballspielkäfig wurde erneuert, erhöht und mit schallgedämmten, modernen Gittern ausgestattet, die entscheidend zur Lärmreduktion beitragen. Ein Netz über dem Ballspielkäfig dient dazu, dass der Ball im Käfig bleibt - ein Wunsch, der von den Kindern und Jugendlichen im Vorfeld geäussert wurde.

Das Angebot ist für alle Nutzergruppen attraktiver, auch Ruhezonen mit modernen und bunten Sitzmöbeln laden zum Verweilen ein, mit multifunktionalen Liegen (z.B. Wellenliegen) wurden neue Kommunikationsräume geschaffen. 

Bananen-Rutsche und Fruchtspieß-Ringelspiel

Im Zusammenhang mit dem angrenzenden Brunnenmarkt, dem längsten Straßenmarkt Europas, wird auf dem neugestalteten Platz auch das Markt-Thema thematisiert. Der neue Kleinkinderspielplatz lässt mit sonderangefertigten Spielgeräten Kinderherzen höher schlagen: Eine Birnenklettergerüst mit Rutsche, eine Bananenskulptur für den Sandspielbereich, eine Kirschenschaukel, eine Waagenwippe oder ein Kreisel in Fruchtspieß-Form. Der Eingang wird durch einen Marktstand symbolisiert. Ein Wasserspiel sorgt an heißen Sommertagen für entsprechende Abkühlung. Mithilfe von Bewegungssensoren kann das Wasserspiel zu bestimmten Zeiten aktiviert werden.

Die Gesamtkosten betragen 600.000 Euro. Planung und Bau des Yppenparks wird übrigens im Rahmen des EU-Programms "Ziel 2 Wien" aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung EU-kofinanziert.
Foto: Christian Houdek / PID
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Anita Voraberger, SPÖ - 14.06.2010 - 22:32:17
Überall herrscht helle Begeisterung über die Neugestaltung des Yppenplatzes, die Anrainerinnen und Anrainer freuen sich über mehr Grün und Sitzmöglichkeiten, die Kinder über die tollen neuen Spielgeräte und das Wasserspiel, die Jugendlichen über den neuen Ballspielkäfig - nur die Grünen jammern und suchen mit aller Verzweiflung ein Haar in der Suppe.

Die Umgestaltung wurde im Vorfeld mit AnrainerInnen, Kindern und Jugendlichen breit diskutiert und viele ihrer Wünsche umgesetzt. Der Yppenplatz ist einer der stark genutzten Flächen Wiens, unter ihm liegt ein Bunker aus dem Weltkrieg - aus beiden Gründen sind große Grünflächen und Baumpflanzungen im großen Maßstab einfach nicht machbar. Daher haben wir uns für Hochbeete und bepflanzte Pergolen entschieden, die künftig noch mehr Grün und auch Schatten auf den Platz bringen werden.

Das wissen auch die Grünen, doch es ist ihnen nicht zu peinlich, ein Vorzeigeprojekt nun mit fadenscheinigsten Argumenten schlechtzumachen. Noch viel robustere Elemente, als am Yppenplatz verwendet wurden, gibt es nicht. Die Grünen beweisen mit ihrer unsachlichen Kritik einmal mehr ihr Unwissen in Sachen Parkgestaltung. Der Platz wird schon jetzt von den NutzerInnen aller Altersklassen sehr gut angenommen -und ich bin mir sicher, auch die Grünen Kollegen werden den Platz künftig nutzen wollen, sie sind alle herzlich willkommen- was keiner braucht sind jedoch völlig absurde Rundumschläge und peinliche Versuche, den neuen Yppenplatz schlechtzureden. Dass die Grünen in Otttakring echte Spielverderber sind, ist aber nichts Neues.

Anita Voraberger,
SPÖ-Umweltausschussvorsitzende in Ottakring
Pressereferat der Grünen Wien - 14.06.2010 - 21:54:29
Die Grünen Ottakring wundern sich bei der Umgestaltung des Parks am Yppenplatz über die Jubelmeldungen der SPÖ, denn von "mehr Grünanteil" ist ebenso wenig zu sehen wie von einem "attraktiven, urbanen und modernen Platz für unterschiedlichste Nutzergruppen".

Im Gegenteil, auf die versprochenen 24 Bäume warten die AnrainerInnen nach wie vor und der Freiraum in der Platzmitte wurde sogar noch eingeschränkt. Der Klubvorsitzende der Grünen Ottakring, Martin Grabler, wiederholt die Kritik seiner Fraktion, dass an den Bedürfnissen der ParkbenutzerInnen vorbei geplant wurde, und dass bei der Umgestaltung zu wenig robuste Materialien verwendet wurden.
"Dafür, dass so viel Geld ausgegeben wurde, fällt das Ergebnis mehr als bescheiden aus", so Grabler.

Durch die kitschige Umgestaltung des Platzes werden Kinder und Jugendliche auf noch weniger freie Fläche zusammengedrängt. Das ist gerade in diesem dicht bewohnten und grünarmen Bezirksteil eine falsche Planungsentscheidung, auf welche die Grünen schon vor einiger Zeit hingewiesen haben "Der Sportplatzbelag wird bei dieser Nutzungsdichte nicht allzu lange halten", so Grabler abschließend, "ganz im Gegensatz zu dem Zorn der Anrainer über die 600.000-Euro-Fehlplanungen".