
03.07.2010
| Tierversuchsstatistik ist eine Farce | |
| Alternativmethoden endlich gesetzlich anerkennen! | |
| Laut amtlicher Tierversuchsstatistik sind im Jahr 2009 weniger Tiere Experimenten ausgesetzt gewesen - doch es werden bei weitem nicht alle Versuche erfasst. Der amtlichen Tierversuchsstatistik zufolge sind im Jahr 2009 um 5,8 Prozent weniger Tiere zu Versuchszwecken gebraucht worden. Sieht man sich die absoluten Zahlen an, ist das jedoch leider nicht sehr viel: 207.738 Versuchstiere im Jahr 2009 stehen 220.456 Tieren im Jahr 2008 gegenüber. "Jeder einzelne Tierversuch ist einer zu viel", erklärt Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN. "Ein Rückgang von Tierversuchen ist zwar eine schöne Meldung, doch betrachtet man die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre, ist die Gesamtzahl der Tierversuche nicht gesunken, sondern um über 90.000 verbrauchte Tiere angestiegen. Außerdem erfasst die amtliche Tierversuchsstatistik bei weitem nicht alle Versuche, die in den Labors in Österreich stattfinden." Berücksichtigt werden in der Statistik nämlich lediglich jene Experimente, die am lebenden Wirbeltier durchgeführt werden und mit Schmerzen, Leiden und Ängsten verbunden sind. Alle Tests mit anderen Tierarten, Föten, angeblich narkotisierten oder auch vorher extra getöteten Wirbeltieren scheinen in der Statistik gar nicht erst auf. "Besonders schlimm finde ich die Tatsache, dass Experimente mit lebenden Tieren, wie z.B. die Lawinenschweine, die nach Beurteilung des Versuchsleiters keine Schmerzen oder Ängste beim Tier auslösen, nicht als Tierversuche gelten. Das öffnet der Willkür von Forschern doch Tür und Tor!", so Stadler. Und: die gesetzliche Anerkennung von Alternativmethoden dauert derzeit bis zu zehn Jahre. Dies ist mit ein Grund, dass heute noch immer so viele Tierversuche durchgeführt werden und nicht längst durch Alternativmethoden ersetzt wurden. | |
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