10.02.2012
Gesundheit


22.08.2010
Spitalsambulanzen nach wie vor überlastet
Mayer: Politische Anstrengungen bislang erfolglos
Unverändert hoch sind die Frequenzen in den heimischen Spitalsambulanzen: Rund 16,3 Millionen Mal suchten Herr und Frau Österreicher pro Jahr die Ambulanzen auf. "Auf Fälle umgelegt, nähern wir uns langsam, aber sicher, der Acht-Millionen-Marke - pro Fall wird eine Ambulanz im Schnitt zweimal aufgesucht", resümiert der Obmann der Bundeskurie Angestellte Ärzte in der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Harald Mayer.

In den vergangenen zehn Jahren sei die Zahl der Ambulanzfälle um rund 55 Prozent angestiegen. Die bisherigen Anstrengungen der Politik, die Ambulanzen zu entlasten, seien offensichtlich nicht von Erfolg gekrönt, stellte Mayer fest. Von ärztlicher Seite seien jedenfalls viele Initiativen gesetzt worden, um das medizinische Versorgungsangebot außerhalb der Spitäler zeitlich und inhaltlich optimieren zu können. Jetzt gehe es darum, diese Möglichkeiten zu nützen und mit Leben zu füllen.

"Die nach wie vor enormen Ambulanzfrequenzen sind eindeutig ein Indiz dafür, dass das Versorgungsangebot außerhalb der Spitäler nicht ausreicht - vor allem, was den zeitlichen Aspekt der Öffnungszeiten angeht", sagte Mayer. Dies zeige sich auch daran, dass die Ambulanzen speziell an Feiertagen, am Wochenende und in den Abendstunden regelrecht überrannt werden würden. Für das Personal bedeute das eine zusätzliche Belastung, zumal nicht jeder Patient ein Notfall sei. 

"Wenn Spitalsambulanzen an den Wochenenden und in der Nacht auch für triviale Fälle zur Verfügung stehen sollen, dann erfordert das zusätzliche personelle Ressourcen", erklärte der Chef der Spitalsärzte. Entweder das, oder man müsse durch konsequente Maßnahmen "für eine deutliche Entlastung der Krankenhäuser durch den niedergelassenen Bereich" sorgen, beispielsweise über die geplanten Gruppenpraxen.
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Günther Koller - 23.08.2010 - 17:45:21
Ich war jahrelang in der glücklichen Situation, dass ich ausser bei Verletzungen keinen Arztbesuch notwendig hatte. Heuer musste ich leider schon mehrmals einen Arzt aufsuchen und war verwundert, dass im Akutfall die Fachärzte in meiner Umgebung keine Zeit hatten. So blieb nichts anderes über als in eine Ambulanz zu fahren. Jedoch ist das dortige Hilfs-Niveau unter jeder Kritik. Neben Fehldiagnosen und daher mangelnder Behandlung, sind auch das Personal keinen Lob wert.
Woran es liegt, weiss ich nicht. Aber es täte den Verantwortlichen schon gut, wenn sie die Patientenzufriedeneheit, Wartezeit und Diagnossicherheit wesentlich verbessern würden.
Oder sollte dies der Beitrag sein, Patienten von der Ambulanz fern zuhalten?
Die Schaffung von regionalen Ärztezentren mit langen Öffnungszeiten wäre sicher der richtige Schritt in Richtung Patientenorientierter Leistung.
Rechtlich wäre es seit einigen Monaten endlich möglich.
Was dauert da solange?
Fred - 23.08.2010 - 10:09:56
In Spitalsambulanzen findet man hauptsächlich unsere ausländischen "Mitbürger" und das vorwiegend am Abend und an den Wochenenden. Da wird massenweise eine Notfallsituation vorgetäuscht, um sich die unangenehme Wartezeit in den kleinen Warteräumen der Fachärzte zu ersparen, denn man kommt immer mit der ganzen Sippschaft. Meine türkische Kollegin prahlte mit der Aussage: "Meine Familie und ich gehen immer nur in die Ambulanz, nie zum Arzt!"
So schauts aus!
wud14 - 22.08.2010 - 19:59:27
das Problem liegt bei den Fachärzten unter 3 Monaten bejommt mann keinen Termin. die Ärztekammer lässt keine zusätzlichen Ärzte zu. es gäbe genug Fachärzte die eine Ordination eröffnen wollen.aber dieÄrztekammer hat ihre schützende Hand über die niedergelassenen Schwerverdiener.ja keine Cent an einen neuen Kollegen abgeben. da haben wir lieber Wartezeiten bis 3 Monate. Die Patienten haben eh keine andere Wahl als zu warten.
so schauts aus. wie immer die Gstopften richten sich es wie immer, und jetzt heißt es die bösen Patienten gehen in die Spitalsambulanzen. was bleibt einem den über.ob es ein Akutfall ist entscheiden die Vorzimmertanten und bei denen kommt es darauf an ob man Ihnen zum Gesicht steht oder nicht. ein nomales We3weh wird in drei Monaten dann aber zu einem Akutfall. und was soll man anderes machen als ins Spittal zu fahren ? also es gäbe genug Jungärzte die eine Praxis aufmachen würden aber das lassen die alt eingessesenen Schwerverdiener nicht zu.
da passt die Ärztekammer schon auf.