
25.08.2010
| Preistest: Schulstart kann teuer kommen | |
| Startpaket kostet heuer durchschnittlich mehr als im Vorjahr | |
| Österreichweit werden im September rund 80.000 Taferlklassler zum ersten Mal die Schulbank drücken. Durchschnittlich 118 Euro kostet im Papier-Fachhandel ein Startpaket für einen Erstklassler - bestehend aus 21 preiswertesten Schulsachen. Der Preis für ein umweltfreundliches Startpaket macht im Schnitt rund 170 Euro aus. Das zeigt ein AK Test in neun Papier-Fachgeschäften und drei Handelsketten in Wien. "Wer auf jeden Euro schauen muss, vergleicht die Preise", sagt AK Konsumentenschützerin Manuela Delapina. "Gerade bei Schulsachen sind Qualität und Haltbarkeit nicht unerheblich, was sich letztendlich rechnet", gibt Delapina zu Bedenken. "Wer sein Kind schulfit macht, braucht mitunter einiges an Geld", sagt Delapina. Ein Startpaket für einen Erstklassler (jeweils 21 preiswerteste Produkte wie Schultasche, Federpennal, Füllfeder oder Zeichenblock) kostet im Papier-Fachgeschäft 46 bis rund 267 Euro. "Das ist ein Preisunterschied von 480 Prozent", rechnet Delapina vor. "Aber die 21 Produkte bekommt man um 46 Euro nicht in einem Geschäft, man muss schon mehrere Geschäfte abklappern", so die AK Expertin. Soll das Startpaket nur aus umweltfreundlichen Produkten bestehen, müssen Eltern im Papier-Fachhandel mit 67 bis 273 Euro rechnen. "Bei den Handelsketten liegen die Preise auch weit auseinander", sagt Delapina. So zahlen Eltern für das günstigste Startpaket 61 und 68 Euro, für das teuerste rund 162 Euro. "Handelsketten haben zwar umweltfreundliche Schulsachen. Aber das gesamte Paket gab es nicht umweltfreundlich", betont Delapina. Im Vergleich zum Vorjahr ist heuer das Startpaket um durchschnittlich 3,1 Prozent teurer als noch 2009. Für die umweltfreundlichen Produkte sind im Durchschnitt um 2,9 Prozent mehr draufzulegen. "Der Grund ist, dass der Fachhandel zunehmend Billig-Produkte aus seinem Sortiment nimmt", weiß Delapina. "Wer in den Fachhandel geht, schaut eher auf Qualität und langlebige Produkte, was sich letztendlich auch rechnet." Die AK hat von Anfang Juli bis Mitte August die Preise für 21 jeweils preiswerteste Schulprodukte für einen Erstklassler erhoben. Der Test fand in neun Papier-Fachgeschäften und in drei Handelsketten in Wien statt. Überprüft wurden die Preise von etwa Schultaschen, Radiergummis, Heften, Bleistiften oder Zeichenblöcken. Zehn Spartipps, wie Sie beim Einkauf für den Schulanfang sparen können: + Achten Sie auf Aktionen noch kurz vor dem Schulbeginn! + Lassen Sie sich im Fachhandel beraten. Sie können im Fachhandel auch ihre Einkaufsliste abgeben. Die Beschäftigten stellen Ihnen zumeist die gewünschten Produkte nach ein bis zwei Stunden fertig zum Abholen zusammen. + Die Qualität eines Nicht-Markenproduktes muss nicht unbedingt schlechter sein als die eines Markenproduktes. + Achten Sie auf die Qualität und Haltbarkeit der Produkte. Billig-Filzstifte zum Beispiel trocknen nach kurzer Zeit aus und sind daher nicht ratsam. + Greifen Sie zu umweltfreundlichen Produkten, etwa zu wiederbefüllbaren Filzstiften auf Wasserbasis, Heften mit Recyclingpapier oder Bleistiften ohne Lackierung am Holzschaft. + Der Preis eines Bleistiftes ist von der Qualität der Minen abhängig - mit guten schreibt es sich leichter. + Auch im Fachhandel bekommen Sie gute Qualität zu günstigen Preisen. Zum Beispiel werden bei Schultaschen Vorjahresmodelle mit guter Qualität schon ab rund 20 Euro verkauft. + Schauen Sie bei den Schultaschen auf Folgendes: formstabil, hohe Standsicherheit beim Bepacken, stark belastbares, reißfestes Material, wasserundurchlässig, gute Erkennbarkeit, orthopädisch geformter Rückenteil (DIN 58124 oder ÖNORM 2170). + Die Schultasche eines Volksschülers sollte nicht schwerer als maximal ein Zehntel des Körpergewichts sein. + Wichtig ist, dass die Schultasche auf dem Rücken getragen wird und nicht nur auf einer Schulter! Die komplette Erhebung finden Sie im Internet unter www.wien.arbeiterkammer.at | |
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