10.02.2012
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26.08.2010
Zahlzwang für Harndrang
ARBÖ fordert Gratis-WC auf allen Autobahntankstellen
"Auf heimischen Autobahntankstellen sind Diesel und Eurosuper im Schnitt um 15 Cent teurer als sonst. Bei diesen Preisen ist den Tankstellenbetreibern ein sauberes Gratis-WC für die Autofahrerinnen und Autofahrer wohl zumutbar", kritisiert der ARBÖ und lehnt alle Experimente von Autobahntankstellen ab, die mithilfe eines Drehkreuzes (wie in Museen oder Stadien) 50 Cent für die WC-Benutzung verlangen. Das sind umgerechnet in die alte Währung immerhin sieben Schilling. "Kein Zahlzwang für Harndrang! Gratis-WC bei allen Autobahntankstellen", fordert der ARBÖ und hat im Internet eine Abstimmung gestartet.

In Österreich müssen alle, die das Autobahn- und Schnellstraßennetz benutzen, ohnehin bereits Maut zahlen. Ihnen steht als Kunde daher ein geeignetes Service zu, zumal es sich gerade bei langen Autobahndistanzen oft um ausgesprochene Notsituationen handelt, fügt der ARBÖ hinzu. Anders ist die Situation in Deutschland, wo die Nutzung der Autobahnen für Pkw-Fahrer kostenlos ist.

Experimente mit Drehkreuzen, wie es derzeit auf einer Shell-Autobahntankstelle auf der Südautobahn (A2) in Zöbern praktiziert wird, ergeben keinen Sinn. "Was bleibt den Menschen denn anders übrig, als die 50 Cent zu opfern, wenn sie 'müssen'? Welche Aufschlüsse soll denn so ein Experiment bringen", fragt man sich nicht nur beim ARBÖ.

ARBÖ-Abstimmung im Internet

In Österreich gibt es rund 90 Autobahntankstellen, die meist überdurchschnittlich hohe Treibstoff-Umsätze haben und ihre Shop-Produkte nicht gerade zu Billigstpreisen verschleudern. Zu Reisezeiten verlangen Autobahntankstellen in Österreich für Diesel oft sogar mehr als Autobahntankstellen in Deutschland, obwohl die Besteuerung von Diesel niedriger ist. Der ARBÖ hat kein Verständnis dafür, dass man mit zutiefst menschlichen Bedürfnissen Zusatzgeschäft machen will. Zu diesem Thema startet der ARBÖ ab sofort eine Abstimmung: http://www.arboe.at/autobahnklos.html  
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