10.02.2012
6. Mariahilf

28.08.2010
Spatenstich für die Naschmarkt-Sanierung
 
09_Naschmarkt_Sep (28)Heute, Samstag, ist der Spatenstich für die bevorstehende Senierung des Naschmarkts erfolgt. Die Arbeiten werden insgesamt fünf Jahre dauern, insgesamt sollen rund 15 Millionen Euro in das Vorhaben fließen.

Der Markt ist mit einer Fläche von rund 2,3 Hektar nicht nur der größte Wiens, sondern – laut jüngsten Zahlen der Stadt – auch der beliebteste Wiener Markt: Rund 60.600 Frauen und Männer besuchen wöchentlich den Markt. Die Anzahl der Gastronomiestände wird sich laut Aussagen der Stadtverantwortlichen im Zuge der Sanierung nicht erhöhen, da "nach der Wiener Marktordnung maximal ein Drittel der Stände der Gastronomie zufallen darf". 

Leise Kritik der Grünen

09_Naschmarkt_Sep (160)"Die Sanierungsarbeiten am Nachmarkt werden von Seiten der Mariahilfer Grünen zwar grundsätzlich begrüßt, ein erfolgreiches Anti-Aging-Programm muss sich aber auch auf die Vielfalt des Angebotes erstrecken", fordert die Spitzenkandidatin der Mariahilfer Grünen, Susanne Jerusalem, anlässlich des Spatenstichs. "Ich höre immer wieder die Kritik aus der Bevölkerung, dass die Sortenvielfalt sehr zu wünschen übrig lässt." Jerusalem verlangt daher eine gezielte Förderung von Anbietern, die ausgefallene Gemüsearten, Kräuter und Obstsorten anbieten. Egal, ob es sich um Radiccio, Tomaten, Radieschen oder Kartoffeln handelt, "gerade der Naschmarkt sollte auch ausgefallene und seltene Sorten anbieten", so Jerusalem, "gewöhnliche Ware gibt es auch in jedem großen Supermarkt". 

Wo bleibt der Radweg?

09_Naschmarkt_Sep (86)Heftige Kritik ernten Frauenberger und Kaufmann seitens der Grünen hingegen dafür, dass ihnen ein Radweg entlang des Naschmarktes offenbar kein Anliegen sei. "Zwischen Getreidemarkt und Köstlergasse klafft eine Riesenlücke, das verärgert alle Radfahrer", stellt Jerusalem fest und verlangt die Einplanung des Radweges in die Sanierungspläne. "Es kann doch nicht sein, dass man denselben Fehler, der schon bei der Mariahilfer Straße gemacht wurde, noch einmal macht". Es werde im Zusammenhang mit dem Klimaschutz viel über ein leistungsfähiges Radwegenetz für Wien geredet, "wenn es dann darum geht Nägel mit Köpfen zu machen, versagt die Stadt".
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Fotos: Bernhard Sengseis
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