10.02.2012
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03.09.2010
AHS-Lehrer begrüßen Forderung nach Hochleistungsgruppen in Gymnasien
Eva Scholik: System orientiert sich derzeit zwangsläufig an den Schwächsten
"Differenzierung nach Leistung muss stattfinden - alles andere ist reine Utopie und funktioniert in der Praxis nicht", sagt die Vorsitzende der AHS-Lehrergewerkschaft Eva Scholik. Sie unterstreicht damit die Aussagen der Wiener ÖVP-Chefin Christine Marek, die sich beim heutigen Programmkongress der ÖVP Wien klar gegen die Gesamtschule ausgesprochen hat: "Wenn wir die Hochbegabten nicht auf der Strecke lassen wollen, wenn wir besondere Fähigkeiten und Neigungen fördern wollen, dann muss es die Möglichkeit der Differenzierung zur Förderung der Hochbegabten in den Gymnasien geben."

Das Fördern und Fordern von sowohl schwächeren als auch von stärkeren Schüler ist die zentrale Aufgabe der Institution Schule. Laut Scholik wollen Lehrer keinesfalls, dass Kinder auf der Strecke bleiben. "Das bedeutet im Alltag oft, dass man sich zwangsläufig an den Leistungsschwächeren orientieren muss. Es darf aber auch die Förderung der Leistungsstarken und besonders Begabten nicht vernachlässigt werden."

Gerade in Wien sei dies ein brennendes Thema, da in der Bundeshauptstadt die Hälfte aller Schüler und Schülerinnen ins Gymnasium geht. Das Leistungsspektrum innerhalb einer Klasse ist deshalb vielfach sehr breit gefächert. "Das ist ein Spagat für alle Lehrerinnen und Lehrer. Binnendifferenzierung ist nur bis zu einem gewissen Grad möglich, daher begrüßen wir die Möglichkeit von Leistungskursen", so Eva Scholik abschließend.
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